Albert Einstein: Hass und Verfolgung in Religionen

Die Geschichte von Hass und Verfolgung ist lang und kann wohl kaum geleugnet werden. Erkennen, dass es diesen Hass gibt, erklärt allerdings noch nicht warum es diesen Hass gibt. Wie kann dies also in Religionen – die scheinbar Liebe predigen, sein?

Einstein hielt ja – bekanntermassen – nichts von einem ‘persönlichen Gott’. Und somit auch nicht viel von den Religionen, die sich um einen solchen ‘Personenkult’ aufgebaut haben. Albert Einstein meinte, die Ursachen erkannt zu haben.

Obwohl er natürlich kein Religionswissenschaftler war, ging er davon aus, dass dieser Hass von Menschen ausgeht, die von der Absoluten Richtigkeit ihrer Ideologie überzeugt sind.

In einem Brief an Rabbi Solomon Goldman von der Chicago Anshe Emet Kongregation schrieb Einstein wie folgt:

Ein Mensch, der von der Wahrheit seiner Religion überzeugt ist, kann somit nicht tolerant sein. Zumindest wird er für Mitglieder anderer Religionen Mitleid empfinden. Gewöhnlich hört es damit aber nicht auf. Ein gläubiges Mitglied einer Religionsgruppe wird zuerst alles versuchen Andersgläubige von der eigenen Religion zu überzeugen. Dies geht dann in Hass über. Der nächste Schritt ist dann die Verfolgung der Andersgläubigen – sofern der Gläubige die Macht der Mehrheit hinter sich weiss.

Im Falle der christlichen Geistlichkeit zeigt sich das Tragisch-Komische wie folgt: die Christliche Religion fordert Liebe von den Gläubigen, sogar Liebe für die Feinde. Diese Vorgabe – weil ‘Übermenschlich’ ist allerdings nicht erfüllbar. Hier klingen dann Hass und Intoleranz aus den samtigen Reden der Geistlichkeit.

Übersetzt aus – Einsteins’s God – Albert Einstein’s Quest as a Scientist and as a Jew to Replace a Forsaken God (1997)

Die geforderte Liebe – für Alle – schlägt schnell ins genaue Gegenteil um. Mithin, weil die Forderungen der Kirchen für ‘normale Menschen’ nicht zu erfüllen sind. Angemessenheit und Realitätssinn wären angebracht.

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